Deutsche Flughäfen sind auf höchster Alarmstufe seit den Brüsseler Explosionen

Terroranschläge wie die im März stattgefundenen Explosionen in Brüssel werfen viele Menschen in Entsetzen und Unsicherheit. Gerade Reisende fühlen sich dann nicht mehr sicher, da solche Anschläge oft auf Flughäfen, Bahnhöfe oder andere Orte mit durchgängig hohem Menschenaufkommen verübt werden. Auch in Deutschland ist man seit den Geschehnissen im Nachbarland höchst alarmiert. Europa ist gewillt, dem Terror ein Ende zu setzen und den Terroristen keine Angriffspunkte zu überlassen.

Direkt nach den Anschlägen in Brüssel wurden viele deutsche Flüge in die belgische Hauptstadt bis auf Weiteres gestrichen. Flüge, die in Brüssel landen sollten, wurden teilweise an deutsche Flughäfen umgeleitet. Bei dem Anschlag am Brüsseler Flughafen hatten die Täter ihre Kofferbomben in den öffentlich zugänglichen Teil des Abflugterminals gestellt – also bevor sie jegliche Sicherheitskontrolle durchlaufen mussten. Das macht es besonders schwer, gegen solche Attentäter vorzugehen. Sollen nun alle Menschen, die die Türen zur Abflughalle passieren, durchgecheckt werden?

Eine EU-Kommission ist derzeit am Beraten, wie sie gegen solche Sicherheitslücken vorgehen und somit die volle Sicherheit an den europäischen Flughäfen gewährleisten können. Personenkontrollen vor dem Flughafengebäude einzurichten wäre die logische Schlussfolgerung. Sie wurden bereits am Moskauer Flughafen nach den dortigen Anschlägen erfolgreich eingeführt. Sie seien machbar und können zu mehr Sicherheit führen, sind jedoch mit Beeinträchtigungen und Kosten verbunden, heißt es. Nicht jeder stimmt dieser Idee daher zu.

In der Zwischenzeit
ist die Bundespolizei an den deutschen Flughäfen in höchster Alarmbereitschaft. Die Sicherheitskontrollen wurden verschärft. Geschulte Luftsicherheitskräfte beobachten und erfassen verhaltensauffällige Reisende, die z.B. unübliche Laufwege haben oder nervöse Reaktionen zeigen. Potentielle Attentäter mit Bezügen zur Terrormiliz sind in Deutschland bekannt und werden nun genauestens beobachtet. Auch wurde der verbesserte Austausch terrorrelevanter Informationen in Europa gefordert.

Bislang kommen aus Deutschland lediglich Nachrichten über vereitelte Anschläge, von der Polizei gefasste Terroristen und weitere Erfolge der Sicherheitsbehörden. So haben vor wenigen Tagen Münchner Spezialkräfte zwei Terrorverdächtige vorsorglich festgenommen. Noch in der Silvesternacht wurden zwei Bahnhöfe in der bayrischen Landeshauptstadt geräumt, da Terroralarm gemeldet war.